Die kurze Antwort
Eine Grundreinigung beginnt bei uns bei 299 Euro für eine Wohnung oder Fläche bis etwa 80 Quadratmeter. Nach oben ist die Spanne weit, und das liegt nicht an Willkür: Zwei Objekte mit identischer Fläche können sich im Aufwand um den Faktor zwei unterscheiden. Wer Ihnen ohne Besichtigung einen festen Quadratmeterpreis nennt, kalkuliert entweder großzügig zu Ihren Lasten oder wird nachverhandeln.
Grundreinigung ist nicht Unterhaltsreinigung
Die Unterhaltsreinigung hält einen Zustand. Die Grundreinigung stellt ihn erst wieder her. Sie geht an das, was die wöchentliche Reinigung systematisch nicht erreicht: Kalkränder in Duschen und an Armaturen, Fettfilme auf Küchenoberschränken, Ablagerungen in Fugen, Heizkörperzwischenräume, Fensterfalze und Rollladenkästen, Schmutz unter fest stehenden Möbeln.
Bei Bodenbelägen geht sie weiter: Linoleum und PVC bekommen mit der Zeit eine Schicht aus alten Pflegemitteln und eingetretenem Schmutz, die sich nicht mehr wegwischen lässt. Die wird maschinell abgezogen — und danach neu versiegelt, sonst ist der nackte Belag schutzlos und verschmutzt schneller als vorher.
Die fünf Faktoren, die den Preis bestimmen
1. Zustand, nicht Fläche
Der wichtigste Faktor und der, den Telefonangebote ignorieren. Eine Wohnung, die vor zwei Jahren zuletzt grundgereinigt wurde, ist ein anderer Auftrag als eine, in der zwölf Jahre lang nur oberflächlich gewischt wurde. Der Unterschied steckt nicht in den Quadratmetern, sondern in der Zeit pro Quadratmeter.
2. Sanitär- und Küchenanteil
Bäder und Küchen kosten ein Vielfaches der Zeit pro Fläche, die ein Wohnzimmer kostet. Eine 90-Quadratmeter-Wohnung mit zwei Bädern ist teurer als eine mit 120 Quadratmetern und einem.
3. Bausubstanz
In Berliner Altbauten sind Kastendoppelfenster der Klassiker: zwei Flügel hintereinander, also vier Glasflächen pro Fenster, die einzeln geöffnet und gereinigt werden müssen — dazu die Falze dazwischen, in denen sich jahrzehntelang Staub sammelt. Ein modernes Isolierglasfenster hat zwei Flächen und ist in einem Bruchteil der Zeit fertig. Ebenso Stuck, Dielenböden und Terrazzo: schöner, aber langsamer zu reinigen als Estrich.
4. Erreichbarkeit
Etage und Aufzug entscheiden, wie lange Maschinen und Material nach oben brauchen. In Bezirken mit Parkraumbewirtschaftung kostet allein das Abstellen des Fahrzeugs Zeit und Geld — in Charlottenburg, Mitte oder Prenzlauer Berg ist das der Normalfall, in Reinickendorf, Marzahn oder Treptow nicht.
5. Umfang, den Sie festlegen
Mit oder ohne Fenster? Mit oder ohne Bodenversiegelung? Innenreinigung der Küchenschränke? Das sind keine Details, sondern Stunden. Ein günstiges Angebot ist oft schlicht ein kleineres Angebot.
Woran Sie ein Angebot erkennen, das später teurer wird
- Ein Preis ohne Besichtigung und ohne Rückfragen. Wer nicht fragt, wie alt die Verschmutzung ist, kann sie nicht eingerechnet haben.
- Abrechnung nach Stunden statt Festpreis. Das verlagert das gesamte Kalkulationsrisiko auf Sie und belohnt langsames Arbeiten.
- Kein schriftliches Leistungsverzeichnis. Ohne die Liste, was gereinigt wird, gibt es hinterher keine Grundlage für eine Reklamation.
- Material und Anfahrt nicht erwähnt. Beides taucht sonst gern auf der Rechnung wieder auf.
Wann sich eine Grundreinigung rechnet
Vor dem Erstbezug und bei der Wohnungsübergabe ist sie meistens ohnehin fällig. Interessanter ist der Fall, den Hausverwaltungen kennen: Wenn ein Objekt jahrelang schlecht gereinigt wurde, ist eine einmalige Grundreinigung zu Beginn deutlich günstiger, als den Rückstand über Jahre im Unterhaltspreis mitzuschleppen. Danach hält die reguläre Reinigung den Zustand — vorher hat sie ihn nie erreicht.
Was wir konkret machen, steht auf der Seite zur Grundreinigung. Die Einstiegspreise aller Leistungen finden Sie unter Preise. Für ein verbindliches Angebot sehen wir uns das Objekt an — Begehung und Angebot sind kostenlos.